Brot und Rosen – Lebensnotwendiges und Wertschätzung, beides bringen Dorfhelferinnen in ihre Einsatzfamilien. Mit der Legende des Rosenwunders der heiligen Elisabeth von Thüringen wurden fünf neue Dorfhelferinnen in einem festlichen Gottesdienst und in einer anschließenden Feierstunde ausgesendet in ihren zukünftigen Beruf.
Neben Glück- und Segenswünschen gab es dabei auch ernste Worte zu hören. Die Geschäftsführerin des Evangelischen Dorfhelferinnenwerks Niedersachsen e.V., Renate Kräft, zeigte sich einerseits erfreut, dass der Dienst der Dorfhelferinnen nach wie vor gut nachgefragt wird von Familien in Not. Andererseits sieht sie mit großer Sorge auf die Strategie einiger Krankenkassen, angesichts eigener leerer Kassen eine Deckelung von Stundensätzen für Dorfhelferinneneinsätze vorzunehmen – unterhalb der Kostendeckung. Sie fordert eine angemessene Bezahlung qualifizierter Arbeit und gibt zu bedenken, dass eine finanzielle Aushöhlung sozialer Dienstleister letztlich zu Lasten von hilfebedürftigen Familien geht.
Die Vorstandsvorsitzende Sandra Glitza betont, professionelle aufsuchende Sorgearbeit in Notsituationen ist nicht einfach „ergänzende Hilfeleistung, sie ist systemrelevant“. Sie erhält Familienstrukturen und sichert die Versorgung von Kindern, Kranken und Pflegebedürftigen, wenn die Mutter z.B. durch Krankheit, Kuraufenthalt oder Unfall ausfällt. „Das ist keine Nebensache, sondern ein zentrales Element der sozialen Daseinsvorsorge“.
Wir gratulieren den neuen Dorfhelfer*innen herzlich zum erfolgreichen Abschluss ihrer Fortbildung und wünschen einen guten Start auf dem neuen Berufsweg.
Auf eine gute Zusammenarbeit!